Mitarbeiter und Klienten der tohus gGmbH bewirtschaften gemeinsam das Café tohus im Bürgerhaus Barsbüttel.Aktuelle Informationen der tohus gGmbH zum Corona-VirusGreat Place to Work 2019: Als Spitzen-Arbeitgeber ausgezeichnet: Freude bei der tohus gGmbHtohus-FilmIn den Bezügen der tohus gGmbH werden Menschen mit Lernbehinderungen fachlich und zugewandt unterstützt.
Mitarbeiter und Klienten der tohus gGmbH bewirtschaften gemeinsam das Café tohus im Bürgerhaus Barsbüttel.Aktuelle Informationen der tohus gGmbH zum Corona-VirusGreat Place to Work 2019: Als Spitzen-Arbeitgeber ausgezeichnet: Freude bei der tohus gGmbHtohus-FilmIn den Bezügen der tohus gGmbH werden Menschen mit Lernbehinderungen fachlich und zugewandt unterstützt.

Die tohus gGmbH im Kreis Stormarn unterstützt Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und Lernbehinderungen im Rahmen des Teilhabegesetzes. Mit Ambulanten Hilfen, Wohnangeboten, Psychiatrischen Tagesstätten und Inklusionsprojekten fördert sie die volle Teilhabe der Klienten am gesellschaftlichen Leben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der tohus gGmbH beraten Sie in vielen Fragen rund um psychische- und Suchterkrankungen und unsere Angebote.

Unsere Angebote

INDIVIDUELL, INKLUSIV UND TRANSPARENT

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens mit Schwierigkeiten zu kämpfen – beispielsweise mit psychischen Erkrankungen, Sucht, Doppeldiagnosen oder auch mit Lernschwierigkeiten (früher häufig als geistige Behinderung bezeichnet). Vielleicht sind auch Sie betroffen – oder ein Angehöriger, ihre Freundin oder Bekannte. Die gemeinnützige tohus GmbH im Landkreis Stormarn hat sich mit ihren vielfältigen Angeboten das Ziel gesetzt, wertschätzend und zugewandt auf Sie einzugehen und Sie möglichst individuell zu unterstützen  – ob Sie aus Schleswig-Holstein, Hamburg oder anderswo herkommen.

Unsere Angebote umfassen im Rahmen des Teilhabegesetzes  – früher Eingliederungshilfe  – ambulante Unterstützung in Ihrer Wohnung, Wohnangebote in Appartements und Wohngemeinschaften sowie spezielle Angebote für Frauen, junge Erwachsene, Klienten in Substitutionstherapie und Menschen mit Hunden. Manchmal kommt auch ein Aufenthalt in unseren stationären Häusern in Bad Oldesloe, Bargteheide oder Bargfeld-Stegen in Frage. Oder wir unterstützen Sie tagsüber von Montag bis Freitag in unseren Psychiatrischen Tagesstätten. Hier können Sie wieder Selbstvertrauen gewinnen und neue Fähigkeiten in einer neuen Umgebung entdecken – durch Gespräche, Sport, Entspannung sowie sinnstiftende Beschäftigung und Arbeit.

Unser Kundenservice ist mo.-frei. von 9-16 Uhr für Sie da, Telefon: 0 45 32.288 29 50

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Kundenservice

INFORMATIONEN, DIE WICHTIG SIND

Seit dem 1.01.2017 ist im Sozialgesetzbuch (SGB) IX, Teil 2 „Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ neu geregelt, wer unsere Angebote in Anspruch nehmen kann. Ebenso, wie eine individuelle Begleitung aussieht und was sie kostet. Die neuen Bestimmungen lösen die alten Antragsregelungen des SGB XII Schritt für Schritt ab. In jedem Fall benötigen Interessierte ein amtliches Attest über eine – eventuell auch drohende –  wesentliche psychische oder geistige Einschränkung. Und sie müssen ihre Einkommensverhältnisse offenlegen, damit der jeweilige Kostenträger gegebenenfalls einen Eigenanteil berechnen kann.

Damit all das, was sich vielleicht kompliziert liest, für Sie einfacher wird, geben wir Ihnen gern
mehr Informationen über unsere Angebote und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.
Lokale Informationen bekommen Sie auch …

bei der persönlichen Beratung in Bargteheidevon der Straßensozialarbeit in Bargteheidebei der Wohnungslosenberatung in Barsbüttel

Kirsten Kröger ist zusammen mit Volkmar von Strusen und Jan Henning Clasen Ihre Ansprechpartnerin im Kundenservice der tohus gGmbH.

Kundenservice
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide

Zur Kartenansicht
Fahrplanauskunft HVV

Kirsten Kröger
Telefon 0 45 32.288 29 50
Fax 0 45 32.288 29 49
Kundenservice@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Volkmar von Strusen ist zusammen mit Kirsten Kröger und Jan Henning Clasen Ihr Ansprechpartner im Kundenservice der tohus gGmbH.

Kundenservice
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide

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Fahrplanauskunft HVV

Volkmar von Strusen
Telefon 0 45 32.288 29 50
Fax 0 45 32.288 29 49
Kundenservice@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Jan Henning Clasen ist zusammen mit Kirsten Kröger und Volkmar von Strusen Ihr Ansprechpartner im Kundenservice der tohus gGmbH.

Kundenservice
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide

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Fahrplanauskunft HVV

Jan Henning Clasen
Telefon 0 45 32.288 29 50
Fax 0 45 32.288 29 49
Kundenservice@remove-this.tohus.alsterdorf.de

An- und Zugehörigengruppe

Zugehörige von Menschen, die seelisch oder/und durch Suchtmittel erkrankt sind, machen oft dramatische Erfahrungen. Sie müssen sich mit einer Krankheit auseinandersetzen, die sie nur teilweise verstehen. Sie sind verunsichert, weil sie glauben, an der Erkrankung mitschuldig zu sein. Und sie fühlen sich von ihren Gesprächspartnern in den unterschiedlichen Kliniken häufig nicht akzeptiert. Im Mittelpunkt der Zugehörigen-Gruppe stehen der Austausch untereinander und das Verständnis füreinander. Sie erhalten Informationen über …


  • seelische Erkrankungen
  • Krisen
  • die Wirkungsweise von Medikamenten
  • die wichtigsten Passagen des Sozialrechts
  • mögliche Betreuungs- und Wohnformen

Treffpunkt:
Jeden dritten Dienstag im Monat von 18 – 19.30 Uhr in den Räumen der tohus gGmbH, Mittelweg 5, 22941 Bargteheide. Das Angebot ist kostenlos – jede/ jeder ist willkommen. Ein kurzes Telefongespräch zuvor ist jedoch sinnvoll.

Info-Flyer Zugehörigengruppe

Kirsten Kröger ist für An-und Zughörige Ihrer Ansprechpartnerin.

Kirsten Kröger, Psychotherapeutin
Telefon 0 45 32.288 29 44
tohus@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Jan Henning Clasen, Diplompädogoge
Telefon
01 75.260 28 84
tohus@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Infomaterial
Download Flyer Ambulante Hilfen
Download Flyer Appartements und Wohngemeinschaften
Download Flyer Frauen-Wohnen
Download Flyer Psychosoziales Wohnheim ToHus
Download Flyer Wohnhaus Rothenmoor
Download Psychiatrische Tagesstätte Bad Oldesloe
Download Flyer Bürgerhaus Barsbüttel
Download Flyer Psychiatrische Tagesstätte Reinbek
Download Flyer Zugehörigengruppe
Download Konzept Psychosoziales Wohnheim ToHus
Download Konzept Wohnhaus Rothenmoor
Download Fragebogen für Bewerber und Bewerberinnen

Wohnen wo und wie man möchte – ist eine Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

Manchmal gerät das Leben durch psychische Krisen oder Suchterkrankungen in eine Schieflage oder ist durch eine Lernbehinderung geprägt. Dann wird das Wohnen in einer sicheren und zugewandten Atmosphäre noch wichtiger als sonst. In einer solchen Situation unterstützen wir Sie im Alltagsleben in Ihrem eigenen Wohnraum. Oder Sie wohnen in unseren Einzelappartements oder in kleinen Wohngemeinschaften, in der Fachsprache auch Teilstationäres Wohnen genannt. Hier können Sie sich nach Bedarf zurückziehen und bekommen so viel sozialtherapeutische Assistenz, wie sie benötigen. Bei größeren Problemen bietet sich der Aufenthalt in unseren stationären Wohnhäusern an. Jede unserer unterschiedlichen Wohnformen ist auf Ihren persönlichen Bedarf zugeschnitten,

… beispielsweise für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Lernschwierigkeiten– in Substitutionsprogrammen – mit einer Alkoholabhängigkeit – mit einer Doppeldiagnose (Sucht und psychische Erkrankung) – für Frauen mit psychischen Erkrankungen – für junge Erwachsene in länger andauernden Krisensituationen.

DEN ALLTAG GESTALTEN – TRAINIEREN, SICH STABILISIEREN UND IN NEUEN TÄTIGKEITSFELDERN AUSPROBIEREN.

In psychischen Krisen oder bei Suchterkrankungen bedarf es manchmal einer festen Tagesstruktur, um die persönlichen Kräfte wiederzuerlangen. Diese Struktur bieten wir Klienten von montags bis freitags in unseren Psychiatrischen Tagesstätten. Sie kommen morgens zu uns und verbringen den Tag in einem angemessenen Wechsel von Entspannung und auch anspruchsvollen Tätigkeiten. Dies können handwerkliche und andere kreative Arbeiten sowie Servicetätigkeiten in einem professionellen Rahmen oder Freizeitaktivitäten sein. Natürlich gehören auch Gruppengespräche oder Einzelgespräche über Ihre Lebensziele dazu. Wir möchten Sie ermutigen, aktiv zu werden, sich auszuprobieren und auf dem Weg in ein weitgehend eigenständiges Leben neue Kompetenzen zu entwickeln.

Im Bereich der WfbM für Menschen mit einer Lernbehinderung kooperieren wir mit der Vorwerker Diakonie Lübeck.

… für Menschen mit psychischen oder Suchterkrankungen, mit Lernschwierigkeiten oder Doppeldiagnosen.

WIR ARBEITEN MIT KOMMUNEN UND ANDEREN ORGANISATIONEN ZUSAMMEN – UM DAS GLEICHBERECHTIGTE LEBEN IM WOHNQUARTIER SELBSTVERSTÄNDLICH ZU MACHEN

Wir setzen uns aufklärend und streitbar für Inklusion ein. Unser Ziel: jeder Mensch –  und damit selbstverständlich auch der mit psychischen Einschränkungen – führt in seinem Wohnquartier ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben mit einer gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Deshalb haben wir über unsere Kernangebote Wohnen, Beschäftigung, Arbeit und Fördern hinaus in Zusammenarbeit mit Kommunen und anderen Organisationen Projekte initiiert, die das gleichberechtigte Leben in den Wohnquartieren selbstverständlich machen.

Inklusion gestalten – das ist die Hauptaufgabe unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Kernthema ist Inklusion: damit Menschen mit seelischen Einschränkungen in unseren Quartieren leben können – selbstbestimmt, möglichst eigenständig und individuell durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleitet. Das ist Ihre Hauptaufgabe – wo auch immer Sie bei tohus arbeiten: Menschen zu einem selbstbestimmten Leben in der Nachbarschaft zu befähigen.

Aktuell ist das, was neu ist bei der tohus gGmbH: beispielsweise der Gewinn des tohus-Cup im Jahr 2015.

Corona-Hilfsfonds: Outdoorküche und Sportgeräte gefördert

Stormarn, 24.07.2020 – Die massive Ausbreitung des Corona-Virus hat für die Klient*innen und Mitarbeiter*innen der tohus gGmbH enorme Einschränkungen mit sich gebracht. Gleichzeitig hat sich gezeigt, wie kreativ beide Gruppen mit dieser Herausforderung umgehen.

Für den Kleingarten der tohus gGmbH in Bad Oldesloe haben Mitarbeiter*innen eine überdachte Outdoorküche geplant, damit das geerntete Obst und Gemüse von Klient*innen in frischer Luft und gebotenem Abstand zubereitet und gegessen werden kann. Im Haus der Besonderen Wohnform der tohus gGmbH in Bargteheide für Menschen mit Lernbeeinträchtigungen setzen die Mitarbeiter*innen auf präventive Sportangebote, damit die Klient*innen gegen etwaige Infekte resistenter werden.

Beide Projekte sind jetzt vom Corona-Hilfsfonds der Evangelische Stiftung Alsterdorf, dem Mutterschiff der tohus gGmbH, gefördert worden – die Outdoorküche mit 7.000 Euro und die Sportgeräte mit 1.500 Euro. Vereinfacht gesagt: Ihre Spenden für den Corona-Hilfsfonds machen es möglich, dass diese Projekt jetzt realisiert werden.

Für das Projekt Outdoorküche ist gerade das Fundament gelegt worden, eine Terrasse aus Steinplatten. Hinzu kommen gemauerte Wände, aus Beton gegossene Arbeitsplatten, ein professionelles Spülbecken, mit Gas betriebene Kochplatten und ein Sonnensegel. Wie sehr die Eigeninitiative und das handwerkliche Können der Klient*innen gefördert werden, zeigt sich daran, dass sie in diesem Prozess entscheidende Akteure sind.

Im Haus der Besonderen Wohnform in Bargteheide durften die Klient*innen wie auch die Bewohner von Pflegeeinrichtungen aufgrund der Allgemeinverfügung des Kreises ihr Haus zwei Monate lang nicht verlassen und litten dadurch schwer an Bewegungsmangel. Für ein ähnliches Szenario in der Zukunft ist jetzt vorgebeugt – mit einem Profi-Ergometer mit Videobegleitung und Pulsmess-Gerät (muss noch geliefert werden), Schwingstäben, Elastikbändern, Springseilen mit Kugellagern und Gymnastikmatten. Für die Bewegung draußen wurden Nordic-Walking-Stöcke angeschafft. „Jetzt werden wir richtig fit“, so das Statement einer Klientin.

Dank noch einmal an alle Spender und die Evangelische Stiftung Alsterdorf. Sie haben uns sehr unterstützt!

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Kleingarten: Der Entwurf der Outdoorküche, professionell gezeichnet von einer Mitarbeiterin.Kleingarten: Für beide Klienten die erste Pflasterarbeit - das Ergebnis ist super!Kleingarten: Frauenpower beim Verlegen von Steinplatten.Besondere Wohnform: Die Nordic-Walking-Gruppe legt los - große Freude!Besondere Wohnform: Auch die Bewegung mit dem Schwingstab macht sichtbar Spaß.Besondere Wohnform: Ein Seil, ein Team - so wird die Muskulatur gestärkt.
Tobias Gaiser tritt in die Geschäftsführung der tohus gGmbH ein

Stormarn, 24.07.2020 – Seit dem 1. Juli hat die tohus gGmbH einen weiteren Geschäftsführer. Tobias Gaiser heißt er und wird zusammen mit Pastor Eckart Drews und Sabine König als Prokuristin die Geschäfte des Unternehmens führen. Damit wird ein optimaler Übergang gewährleistet, bis Pastor Drews in den Ruhestand geht und Tobias Gaiser als Nachfolger in seine Fußstapfen tritt.

Die tohus gGmbH ist mit ihren vielfältigen Angeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und Lernbehinderungen in Stormarn inzwischen hervorragend verankert und hat das Thema Inklusion mit teilweise spektakulären Aktionen wie der Teilnahme am Baltic-Sea-Circle in einem Schrottauto rund um die Ostsee 2018 oder dem Gewinn des europaweiten E.A.S.I.-Cups für Inklusionssport 2019 einschneidend vorangebracht. Auch das Engagement der Mitarbeiter*innen und die Qualität der Unternehmensführung ist durch Top-Noten beim Benchmarking 2019 durch das international tätige Forschungs- und Beratungsinstitut„Great Place to Work“ belegt.

Auf Tobias Gaiser warten jetzt neue Aufgaben: Er muss die schon begonnenen Veränderungen aufgrund des neuen Teilhabegesetzes mit all den dazugehörigen Anpassungen, Änderungsbedarfen und Anforderungen an die Flexibilität der Klient*innen und Kolleg*innen jetzt vollenden sowie die notwendige Schwerpunktsetzung in Bezug auf den Bereich „Arbeit für Menschen mit Handicaps“ gestalten. Beides entscheidende Voraussetzungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Dafür ist Tobias Gaiser der richtige Mann. Als Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiter „Rehabilitation“ bei alsterarbeit gGmbH – wie die tohus gGmbH eine eigenständige Gesellschaft der Evangelischen Stiftung Alsterdorf – hat er sich intensiv mit der Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend der individuellen Möglichkeiten der Klient*innen beschäftigt. Dabei ging es darum, losgelöst von exakten Stundenvorgaben und Anforderungen Arbeitsmodelle und Lösungen zu finden, die die Fähigkeiten der Klient*innen stärken.

Tobias Gaiser, der nach seinem Zivildienst und einem Studium der Sozialpädagogik 2003 als frisch diplomierter Pädagoge zum Fachdienst der Alsterdorfer Werkstätten kam, ist gespannt auf die vielfältigen Aufgaben in der tohus gGmbH und vor allem auf die Menschen, die tohus ausmachen: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass bei tohus die Leitwerte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern eine nachhaltige Bedeutung für die alltägliche Arbeit haben. Die große Fachlichkeit, aber auch die Identifikation und Begeisterung der Kolleginnen und Kollegen haben mich sehr beeindruckt. tohus in der ganzen Vielfalt kennenzulernen – darauf freue ich mich sehr.“

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Neu in der Geschäftsführung: Tobias Gaiser
Ausgangssperre wegen Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben

Von März an zwei Monate lang waren die Klient*innen des Psychosozialen Wohnhauses ToHus, des Wohnhauses Rothenmoor und der Wohnhäuser Bad Oldesloe und Bargteheide in ihren Einrichtungen eingeschlossen. So hatte es die Allgemeinverfügung zum Neuartigen Coronavirus in Stormarn für die Besonderen Wohnformen der tohus gGmbH vorgegeben. Seit Mittwoch, dem 20. Mai, ist das anders. Die Klient*innen dürfen wieder aus dem Haus treten und sich in ihren Gemeinden frei bewegen – natürlich unter den Vorgaben zum Schutz vor dem gefährlichen Virus wie andere Menschen auch.

„Endlich,“ sagt Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH. Denn die Situation zuvor war aufgrund der Corona-Einschränkungen bedrückend: Ausgangssperre, keine Gruppenangebote und auch keine Angebote wie Sport und Beschäftigung, weil die Mitarbeiter*innen aus anderen tohus-Einrichtungen die Häuser Besonderer Wohnformen nicht betreten durften. Und das bei jungen und bewegungsaktiven Klient*innen.

Diese wiedergewonnene Freiheit ist dem Engagement der tohus gGmbH zu verdanken und einem kleinen Passus in der Allgemeinverfügung des Landes Schleswig-Holstein zum Schutz von Pflegeheimbewohnern. Während die Allgemeinverfügung sich zunächst auf alte und/oder oft mehrfach erkrankte Menschen bezieht, macht ein Absatz auf mögliche Ausnahmen aufmerksam, wenn die Bewohner eines Heimes nämlich nicht hochgradig gefährdet sind. Und dies ist bei den meist jüngeren Klient*innen der Besonderen Wohnformen der tohus gGmbH der Fall.

Die tohus gGmbH hat darüber mit den zuständigen Ansprechpartnern des Kreises Stormarn (Eingliederungshilfe und Gesundheitsamt) gesprochen, mit dem Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein, mit dem Spitzenverband Diakonisches Werk und mit dem Landesverband für Sozialpsychiatrie – um nur einige der mit tohus befassten Institutionen zu benennen und dabei folgende Fragen gestellt: Sind die Ausgangsbeschränkungen noch angemessen? Und sind die Bewohner*innen der tohus- Einrichtungen wirklich mit Hoch-Risikopatient*innen zu vergleichen? Oder ist ihnen in der Regel zuzutrauen, dass sie sich an die Hygieneregeln und Abstandswahrungen halten können.

Geschäftsführer Eckart Drews: Die tohus gGmbH hat das unbedingt bejaht und den Anspruch auf Normalität und Teilhabe neben die Schutzmaßnahmen vor Infektionseinbruch gestellt. Und dann mit Vehemenz das vertreten, wovon wir überzeugt sind: Dass unsere Klient*innen mit der Situation genauso oder ähnlich gut umgehen können wie alle anderen Bürger auch und auf diesem Weg ja auch noch von uns begleitet werden.“

Gleichzeitig existieren Notfallpläne und auch die Teams der jeweiligen Einrichtungen und Standorte der tohus gGmbH bleiben zur Sicherheit getrennt, auch wenn das die Arbeit mit den Klient*innen sehr erschwert. Eckart Drews: „Wenn wir auf der einen Seite lockern, müssen wir zugleich die Sicherheit unserer Bezüge stärken. Nur dieser Doppelpack wird uns gut durch die Krise führen.“

Corona-Virus: Wie wir uns schützen und unterstützen

Bargteheide, 20.03.2020 – Seit Wochen laufen die Maßnahmen der tohus gGmbH zum Schutz und zur Unterstützung von Klient*innen und Mitarbeitenden auf Hochtouren. Fast kein Tag vergeht ohne neue Informationen der Geschäftsführung, wie man dem Corona-Virus am besten begegnen kann.

Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen, die inzwischen schließen mussten, gehört die tohus gGmbH mit seinen vielen Angeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und Lernbehinderungen zu den systemrelevanten Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Die Arbeit muss wie die Arbeit von Krankenhäusern, Polizei, Feuerwehr, Geschäften der Lebensmittelversorgung etc. weiterlaufen. Um dies zu gewährleisten, hat die tohus gGmbH folgende Maßnahmen entwickelt:

  • Es gibt einen Pandemie-Plan, in dem die Prioritäten zum Schutz der Klient*innen und Beschäftigten und die internen Abläufe innerhalb der tohus gGmbH festgelegt sind
  • Interne Meetings von Mitarbeitenden zur Aufrechterhaltung des Betriebs haben wir auf ein Mindestmaß reduziert, Fortbildungen etc. fallen ganz weg. Wer seine Kinder betreuen muss, kann unter Umständen ins Home-Office wechseln
  • Für den Fall eines Infektionsverdachts haben wir ein fachlich versiertes Betreungsteam geschaffen
  • Der physische Kontakt zwischen allen Beteiligten wird drastisch reduziert. Wann immer es möglich ist, werden Klient*innen über das Telefon und soziale Medien betreut. Wenn Klient*innen persönlichen Kontakt benötigen, geschieht das mit den bekannten Hygiene- und Abstandsregeln
  • In allen Einrichtungen hängen Hygienetipps und Hinweise zu Vorsichtsmaßnahmen
  • In unseren Wohnhäusern wie dem ToHus oder dem Wohnhaus Rothenmoor herrscht Besuchsverbot
  • Im Bereich ARBEIT UND FÖRDERN haben wir eingeschränkte Präsenzdienste und versuchen unseren Betreuungsauftrag über Einzelkontakte wie z.B. einem gemeinsamen Spaziergang oder kleineren Arbeiten möglichst im Freien umzusetzen
  • Da die „Tafeln“ und „Tiertafeln“ die Versorgung mit Grundlebensmitteln inzwischen eingestellt haben, stellt die tohus gGmbH in Versorgungsnot gekommenen Klient*innen in der ambulanten Betreuung und der Betreuung in Appartements pro Klient wöchentlich bis zu 20 Euro aus ihren Spendengeldern zur Verfügung
  • Unser Handwerker-Team hat Aufträge wie Zimmer streichen zurückgefahren zugunsten von Einkäufen von Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Ein-Weg-Geschirr. Darüber hinaus haben wir Schutzkleidung, Atemmasken und Desinfektionsmittel bestellt

Geschäftsführer Eckart Drews: „Wir danken ganz besonders unseren Mitarbeitenden, die trotz der Gefährdung für sich selbst ihren Eigenschutz zugunsten der Klient*innen zurückstellen. Damit leisten sie einen großen Dienst an der Gesellschaft.“

Informationen zum Corona-Virus:

Aktuelle Informationen zu den Risikogebieten: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html.

Information über zuständige Gesundheitsämter: tools.rki.de/plztool/

Infohotline in Hamburg - Telefon: 428 284 000

Bürgertelefon Schleswig Holstein - Telefon: 0431/ 79700001

Arztruf der kassenärztlichen Vereinigung … berät bei einem konkreten Infektionsverdacht telefonisch und vermittelt ggf. weiter: Telefon: 116 117

Teilhabe ist wie ein Marathon-Lauf – tohus läuft den Little Mammut

Für Menschen mit seelischen Handicaps, für deren Zugehörige, Freunde und Bezüge ist die Teilnahme am normalen gesellschaftlichen Zusammenleben oftmals so anstrengend und herausfordernd wie ein Marathonlauf. Die Größe der Aufgabe und die Länge der Distanz lassen von vornherein Abstand nehmen: Wer schafft schon die Marathonstrecke?

Wir! So entschieden sich KlientInnen, KollegInnen und Freunde der tohus gGmbH. Wir wollen Spaß, Herausforderung, Inklusion, Teamgeist und Leistungsvermögen testen und erfahren.

Die Idee keimte erstmals vor zwei Jahren, als eine Mitarbeiterin einen Marathon für die tohus gGmbH in Berlin lief. Vor einem Jahr dann der interne Aufruf, sich an einem solchen Marsch als inklusives Team zu beteiligen.

Es galt Starter und Unterstützer zu finden. Es galt vor allem aber auch in diesem einen Jahr der konkreten Vorbereitung immer wieder die Überzeugung zu nähren und zu stärken, dass jeder Weg, selbst wenn er unmöglich scheint, im ersten Schritt seinen Anfang findet. Und es gelang!

18 MitarbeiterInnen, KlientInnen und soziale Bezüge stellten sich dann am 29.02.2020 der enormen Herausforderung, trotz Kälte, Wind und Regen die Marathondistanz beim Little Mammut in Hamburg zu bewältigen. Mit Bravour und riesigem Erfolg! Der gemeinsame Weg war das Ziel und dieses Ziel haben wir deutlich übertroffen:

  • Das Team tohus marschierte mit circa 909700 Schritten insgesamt etwa 630 Kilometer!
  • Alle Teamer erreichten mindestens den ersten Versorgungspunkt!!
  • 12 unserer 18 Starter finishten den Little Mammut!!!

Gratulation für diese herausragende Leistung und einen zutiefst herzlichen Dank allen Teilnehmern und Unterstützern für ihr großes Engagement! Und für das Zutrauen in die eigene Kraft und die Begeisterung für die gemeinsam bewältigte Aufgabe. Wie gesagt: Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist für viele MitbürgerInnen mit seelischen Handicaps wie ein Marathonlauf. Also lasst uns laufen!

Ein besonderer Dank gilt auch dem Veranstalter, der Mammutmarsch UG und hier insbesondere Kalle Eberhardt, für die uneingeschränkte Unterstützung unseres Projekts.

(„Wir haben nur eine Mission: Wir wollen dir zeigen, dass du alles schaffen kannst. Egal, wie weh es tut, egal wie unmöglich dir etwas scheint, wir zeigen dir, dass du es schaffen kannst!“ (Zitat: Mammutmarsch UG))

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Little Mammut - HamburgMammutmarsch
Maike Beecken ist da – Verstärkung für Streetwork in Bargteheide

Bargteheide, 1.02.2020 – Was 2011 begonnen hat, ist längst etabliert: Streetwork in Bargteheide. Jetzt stellt sich eine neue Straßensozialarbeiterin vor.

Maike Beecken ist Suchttherapeutin, Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeitet seit 2012 bei der tohus gGmbH. Seit kurzem ist sie im Auftrag der Stadt Bargteheide im Rahmen der Gemeinwesenorientierten Sozialarbeit als Streetworkerin unterwegs. Zusammen mit ihrem Kollegen Fabian Josten, der schon länger dabei ist und ebenfalls bei tohus angestellt ist, streift sie durch die Stadt – 30 Stunden hat ihnen die Stadt für diese Arbeit bewilligt.

Was sich so einfach anhört, ist in der Realität ein kompliziertes Geflecht aus Gesprächen, Präventionsangeboten und Einzelfallhilfe. „Wir sind zunächst für alle Menschen in Bargteheide da“, sagt Maike Beecken. Etwaige Problemlagen schälen sich oft erst bei näherem Kontakt heraus, wenn die Menschen Vertrauen gefasst haben. Um das zu erreichen, sind kontinuierliche Beziehungsarbeit, Verlässlichkeit und Verschwiegenheit unerlässliche Voraussetzungen für erfolgreiche Streetwork.

Da gibt es den jungen Obdachlosen, dem der Ausweis abhanden gekommen ist. Maike Beecken und ihr Kollege unterstützen ihn bei der Beschaffung neuer Papiere und der Aufnahme in einer Wohnungslosen-Unterkunft. Oder die suchterkrankte Frau mit Suizidgedanken, die von den Streetworkern spät abends an den Bahnhofsgleisen angetroffen und nach einem kurzen, einfühlsamen Gespräch nach Hause gefahren wird, inklusive Wechsel des Haustürschlosses. Oder der gutsituierte Mann, dem die labile psychische Situation eines nahen Verwandten unter den Nägeln brennt. Auch die Begleitung von Hilfesuchenden zu Ärzten, Ämtern, Schuldnerberatung sowie Angebote für wohnungslose Menschen gehören zur Einzelfallhilfe der Streetworker.

Ein weiteres wichtiges Standbein von Streetwork ist die Präventionsarbeit. So haben Maike Beecken und Fabian Josten in der 11. Klasse einer Schule mit den Schülerinnen und Schülern einen Workshop zum Thema psychische Erkrankungen und Sucht durchgeführt. Ähnliches machen sie auch in Häusern der Jugend. Oder sie treffen Jugendliche im Schulzentrum oder im Bahnhofsumfeld, um mit ihnen darüber zu sprechen, was sie sich eigentlich wünschen. Und auch sportlich sind sie unterwegs. In den vergangenen Jahren hat Fabian Josten Urban Games in Bargteheide eingeführt: Baseball im Park und Selbstverteidigung in der Bahnhofsunterführung, je nachdem, worauf die Jugendlichen Lust hatten.

Zwei Stützpunkte haben Maike Beecken und Fabian Josten, um sich noch mehr Zeit für Hilfesuchende und Interessierte zu nehmen – die Villa Wacker in der Straße An den Stücken 49 mit einem Billardtisch, einem Tischkicker und Workshops beispielsweise zum Bau von Lastenrädern und den Treffpunkt im Traberstieg 7. Dort gibt es eine Kleiderkammer, Menschen können Kleinigkeiten zu essen bekommen, sich duschen und sich beraten lassen. Die Treffen in der Villa Wacker finden dienstags von 14-20 Uhr statt und die Sprechzeiten im Traberstieg 7 sind mittwochs von 16-18 Uhr und freitags von 11-13 Uhr.

Obwohl Streetwork in Bargteheide seit dem Beginn im Jahr 2011 von fünf auf 30 Stunden ausgeweitet worden ist, nimmt die Arbeit manchmal überhand. Fabian Josten: „Es ist großartig, dass die Stadt soviel in Streetwork investiert, aber es gibt einfach Situationen, in denen wir mehr Zeit bräuchten.“

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Maike Beecken streift durch Bargteheide.
Die Sozialunternehmen tohus + prosocial fusionieren unter einem Dach

14.08.2019 – Gebündelte Kompetenzen sollen weitere Impulse für gelungene Inklusion bringen: Mit der Fusion am 13.8.2019 übernimmt die tohus gGmbH die Betreuungsangebote und die Mitarbeiter der prosocial gGmbH in Stormarn. Beide Unternehmen sind gemeinnützig und gehören dem Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf an. Während das Angebotsspektrum der tohus gGmbH auf den Schwerpunkten Wohnen, Arbeit, Beschäftigung und Inklusion für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Sucht und Doppeldiagnosen liegt, war das Augenmerk der prosocial gGmbH in der Vergangenheit auf Menschen mit Lernbehinderungen ausgerichtet.

Mit der Verschmelzung beider Unternehmen unter dem Dach der tohus gGmbH wird die fachliche Kompetenz jetzt gebündelt und erweitert. Hintergrund ist die Tatsache, dass es aufgrund pränataler Diagnostik immer weniger Kinder mit angeborenen Lernbehinderungen gibt und in Einrichtungen der klassischen Behindertenhilfe deshalb mehr und mehr auch Menschen mit seelischen Erkrankungen aufgenommen werden. Beide Therapiebereiche benötigen spezielle Fachleute und die sind bei tohus nun in einem Unternehmen zu finden.

Vor zwei Jahren hat die Evangelische Stiftung Alsterdorf das Projekt „Inklusives Stormarn“ aufgelegt, um die Versorgung von Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Eingliederungshilfe im Landkreis signifikant zu verbessern. Mit neuen inklusiven Initiativen in Bad Oldesloe und Bargteheide wie der Teilnahme einer inklusiven Gruppe am Baltic Sea Circle gab es die ersten Anstöße dazu. Die Fusion von prosocial und tohus soll diesem Anliegen nun einen neuen Schub geben.

Zu den von tohus übernommenen Angeboten gehören das Stationär betreute Wohnen in Bad Oldesloe und Bargteheide, das Ambulant betreute Wohnen in Bad Oldesloe und sechs WfbM-Arbeitsplätze für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Das prosocial-Angebot in Halstenbek im Landkreis Pinneberg übernimmt die Alsterdorf Assistenz Ost gGmbH, die ebenfalls zum Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gehört.

Schon vor einem Jahr haben die ersten Treffen zwischen den tohus- und den prosocial-Mitarbeitern stattgefunden, um einander kennenzulernen und sich auf die gemeinsame Arbeit einzustimmen. Pastor Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH: „Wir haben die Fusion schon am 1. April dieses Jahres als Betriebsübergang vorbereitet. Alle Mitarbeiter von prosocial haben zugestimmt, sind seit diesem Zeitpunkt auch durch die Mitarbeitervertretung der tohus gGmbH vertreten und beschäftigen sich paritätisch mit einer Angleichung der Arbeitskultur beider Unternehmen. Auf der anderen Seite kann die tohus gGmbH Stormarner Bürgern mit der Fusion jetzt auch neue therapeutische Angebote machen.“

Als Spitzen-Arbeitgeber ausgezeichnet: grosse Freude bei tohus

18.03.2019 – Am Sonnabend wurde in Berlin gefeiert. Bei der Auszeichnung von Deutschlands besten Arbeitgebern im Bereich „Gesundheit und Soziales“ landete die tohus gGmbH ganz weit vorn.

Das Gefühl der tohus-Mitarbeitenden, in einem guten Unternehmen eine wertvolle Arbeit zu leisten, ist jetzt bestätigt worden. Bei der Prämierungsveranstaltung von Great Place to Work am 16. März 2019 in Berlin ist die tohus gGmbH in Stormarn unter 140 teilnehmenden Unternehmen aus den Bereichen „Soziales“ und „Gesundheit und Soziales“ als eines der 25 besten in ganz Deutschland ausgezeichnet worden. Genauer gesagt: in der Kategorie „Soziales“ für Unternehmen über 50 Mitarbeitende erreichte die tohus  gGmbH einen grandiosen 2. Platz sowie den  Sonderpreis 2019 für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Also: Best place to work!

Great Place to Work ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsinstitut und untersucht einmal jährlich, wie attraktiv Unternehmen von ihren eigenen Mitarbeitenden bewertet werden und gibt damit Hinweise, wie die Arbeit verbessert und ein möglichst vertrauensvoller Umgang miteinander erreicht werden kann. 2016/2017 hat tohus zum ersten Mal an der Befragung teilgenommen und jetzt, zwei Jahre später, gleich einen der vorderen Plätze erobert.

Als herausragende Gründe wurden genannt: eine Selbstverpflichtung zur Vereinbarung von Beruf und sozialen Bezügen, die flexible Arbeitszeitgestaltung für die Mitarbeitenden, der Wegfall der anlasslosen Befristung von Arbeitsverträgen, gesicherte Arbeitsplätze, besondere Sozialleistungen, Gesundheitsförderung, Weiterbildung, die hohe Anerkennung der Arbeitsleistung sowie die Möglichkeit eigene Ideen ins Unternehmen hineinzutragen.

89 Prozent aller Mitarbeitenden haben sich an der Befragung beteiligt. Ein herausragender Wert, denn er zeigt, wie aktiv sich die Mitarbeitenden in ihr Unternehmen einbringen. Weit überdurchschnittlich wurden Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist bewertet. In jedem dieser Faktoren schnitt die tohus gGmbH drei bis sieben Prozent besser ab als noch vor zwei Jahren. Aus gutem Grund, denn die tohus gGmbH hat die Zwischenzeit genutzt. Es wurde eine Arbeitsgruppe Gesundheit ins Leben gerufen, ein Gesundheitstag, ein unkompliziertes Ideenmanagement und eine kostenlose Sozialberatung, in der sich Mitarbeitende Hilfe zu Fragen wie Rente, pflegebedürftige Eltern oder Stress mit dem jeweiligen Chef holen können – selbstverständlich anonym.

Ein weiterer Punkt ist sicherlich die Tatsache, dass Inklusion bei tohus keine werbewirksame Mogelpackung ist, sondern als sinnstiftend empfunden wird. Belegt wird dies durch das Engagement, die Klient*innen in den Wohnangeboten und Tagesstätten mit Aktivitäten wie beispielsweise Sport, Kultur und Arbeitsmöglichkeiten wieder ins reale Leben der Sozialräume zu bringen. Erwähnt seien hier exemplarisch die Arbeit im Bürgerhaus Barsbüttel, in Bad Oldesloe das Kleingartengelände, die Garten-Connection, der tohus-Cup und die  Stadtteilarbeit Im Hölk sowie die abenteuerliche Fahrt der Bargteheider ALL INKLUSIV CREW beim Baltic Sea Circle rund um die Ostsee. Selbstverständlich unterstützen sich auch die Mitarbeitenden selbst gegenseitig, wenn jemand gesundheitliche Probleme hat. Das gehört zum Firmen-Ethos und wird von der Geschäftsführung gefördert.

Geschäftsführer Eckart Drews: „Nur durch das Engagement der Mitarbeitenden können wir in der Region Stormarn so gute Leistungen für unsere Klienten abliefern. Viele Ideen – gerade im inklusiven Miteinander – kommen von der Basis. Dafür bin ich sehr dankbar.“ So stellt Great Place to Work in seiner Gesamtbewertung für tohus auch fest: „Generell lässt sich durch alle Maßnahmen hinweg ein starker Fokus auf das Wohlbefinden von Klienten und Mitarbeitenden erkennen.“

Mit einer sich abzeichnenden wachsenden Mitarbeiterzahl soll dieser Prozess verstärkt weiter verfolgt werden, besonders unter den sich verändernden Bedingungen für die soziale Arbeit durch das Bundesteilhabegesetz. Die Mitarbeitenden sind davon überzeugt, dass dieser Prozess gelingt. Bei der Befragung beantworteten 85 Prozent der Belegschaft das Thema „Ich bin zuversichtlich, dass unsere Organisation die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen wird“ positiv.

Die ZEIT über die Besten Arbeitgeber "Gesundheit und Soziales" 2019

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Jubel bei der Preisverleihung von Great Place to Work in Berlin.Noch einmal Jubel: Diesmal komplett im Stehen und etwas gesetzter.Heike Struß von der tohus gGmbH im Gespräch mit dem Moderator über die Arbeitgeber-Qualitäten von tohus.140 Unternehmen hatten sich im Bereich Gesundheit und Soziales beworben. tohus war einer der Gewinner.
Was die Teilnahme am BSC mit Inklusion zu tun hat - ein Kommentar

16.07.2018 –  Inklusion macht Spaß und braucht Begeisterte – oder: warum der Baltic-Sea-Circle eben keine Urlaubsreise ist ….

Vorweg eine polemische Klarstellung...

Inklusion ist in unserer politischen und gesellschaftlichen Landschaft mittlerweile zu einem Kampfbegriff geworden. Aus einem selbstverständlichen "Jedes Leben zählt, jede und jeder gehört dazu und gemeinsam sind wir viele und vielfältig" – also aus einem Positivum in Bezug auf Gemeinschaft und Zusammenhalt – erwächst für viele ein Gefühl der Bevormundung, der Einschränkung, des verordneten Rücksichtnehmens: „Warum immer auf die Letzten warten? Warum in der Schule den Lerneifer unserer Kinder bremsen, nur damit auch behinderte Kinder mitgetragen werden?"

Und wir könnten das ausweiten – auf Frauen, auf MigrantInnen, auf Andersgläubige, auf Andersfühlende… "diese ewige politische Korrektheit ist ein Spleen der Gutmenschen und strengt ungeheuer an." Alle Normalmenschen sowieso. Schließlich will Mensch bleiben wie ich will – und so gesehen ist Inklusion etwas für Moralisten und Spaßverderber.  Auf jeden Fall anstrengend und spaßbefreit!“  Ich fasse zusammen: Inklusion ist kein Begriff und schon gar kein Geschehen, das Menschen freudig in Bewegung bringt.

Und gern wird Inklusion dann an die Fachdisziplinen verwiesen: die Sozialarbeiter, die Streetworker, die Pädagogen in Schulen und Bildungswerken, die Gleichstellungs- und die Behindertenbeauftragten. Und damit raus aus dem eigenen Vorgarten, der eigenen Nachbarschaft,  und letztlich dem eigenen Verantwortungsbereich.

Und dann kommt da eine Idee...

ein fast irre klingendes Projekt: Mit einem Schrottauto einmal rund um die Ostsee zu fahren. Als All-Inklusiv-Team. Mit Menschen aus der Nachbarschaft und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Blind, suchtkrank, Heimbewohner, chronifiziert, kommunikationsgestört, beziehungseingeschränkt – doch alle beseelt von dieser einen Idee: Jede und jeder von uns trägt etwas dazu bei, dass diese Tour gelingt – eine Tour, die auch für sogenannte Normalmenschen eher einer Tortur denn einer Urlaubsfahrt ähnelt. Ohne Navi, ohne Autobahnen – auf Abenteuertrip in unbekannte Welten. Und es wächst eine Begeisterung im umliegenden Sozialraum, es finden sich immer mehr Unterstützer, die Follower auf facebook und WhatsApp werden zeitweise fünfstellig. Weil Begeisterung und Freude ansteckend sind. Weil plötzlich Identifikation entsteht: Das sind unsere Leute, unsere Bargteheider. Unsere Botschafter für ein selbstbestimmtes gemeinsames Ziel.

Und ob sich es nun um Fußball handelt (die Weltmeisterschaft läuft parallel in Rußland und unsere Crew wird oft mit Fans des runden Leders verwechselt), oder um Leistungs- und Freizeitsport oder ein Musikfestival oder eine Pilgerreise auf dem Jacobsweg – es ist das gemeinsame Interesse, das verbindet. Die gemeinsame Aktion, das Aufeinander-Angewiesen-Sein. Und eben nicht die Diagnose, die Einschränkung, der Hilfebedarf. Und mal ehrlich: Wer will im Fußballstadion oder am Lagerfeuer auf den Lofoten oder auf dem Mount Everest oder dem Nordkap schon erkennen, wer auf welche Art behindert ist? Denn plötzlich ist ob der gemeinsamen Aktion die Behinderung so etwas von egal – Freude, Sportsgeist, Begeisterung oder Dazugehörigkeit kennen diese Kategorie nicht. Weil sie in diesem Zusammenhang nicht zählt. Nicht wichtig ist. Nicht behindert.

Ein Teilnehmer der All Inklusiv Crew war in seinem früheren Leben einmal Fernfahrer. Ohne seinen Fachverstand für Motoren und Tourbus-Innereien wären sie schon in Südschweden buchstäblich auf der Strecke geblieben. Ob es in den Momenten wohl sehr egal war, ob er ansonsten auch unter einem Handicap leidet? Er hat sich die Tour zugetraut, hat sich auf die Vorbereitungen und die Assistenzen eingelassen – und war plötzlich tourentscheidendes Crew-Mitglied. Er hatte etwas einzubringen – war einzigartig und wichtig.

Die anderen, dieses Mal daheimgebliebenen Crewmitglieder, versorgten die Fans und Interessierten mit zeitnahen Reiseberichten, sie organisierten die Unterstützung, hielten Kontakt und standen „Gewehr bei Fuß“. Hatten jede und jeder die eigene und unverzichtbare Aufgabe als Beitrag zum gemeinsamen Gelingen.

Und plötzlich war Inklusion nicht mehr anstrengend, nicht mehr nervig oder behindernd – sondern entfachte Begeisterung, sozialen Zusammenhalt, ermöglichte ein lang wirksames und nachhaltiges Abenteuer – und hinterließ bei allen Beteiligten die Gewissheit: Ich kann etwas, ich bin etwas und mein Dabeisein zählt.

Inklusion braucht Begeisterte. Braucht Wagemutige. Braucht Ehrgeiz, Spaß und Herausforderung. Braucht Unterstützer und Daran-Glaubende. Und manchmal auch eine Stiftung wie die Evangelische Stiftung Alsterdorf oder deren Tochterfirma, die den Rahmen dazu bietet. Dieses Mal war es die tohus gGmbH – und glauben Sie mir als Geschäftsführer: Es war für alle ein Vergnügen! In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch der All Inklusiv Crew für ihre Leistung und für unser aller Ermutigung!

Eckart Drews, Geschäftsführer der tohus gGmbH

In 16 Tagen 7500 km unterwegs – Logbuch des Baltic Sea Circle (BSC)

16.06.2018 –  Seit heute, Sonnabend 12 Uhr, sind die sechs Mitglieder der ALL INKLUSIV CREW mit der Startnummer 29 unterwegs: Vom Hamburger Fischmarkt 7500 Kilometer durch zehn Länder über die Lofoten, das Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Kaliningrad und wieder zurück nach Hamburg. Am 1. Juli muss das Ziel mit dem  26 Jahre alten VW-Bus T4 erreicht sein. Wir dokumentieren die 16 Tour-Tage des inklusiven Projekts mit Klienten, interessierten Mitbürgern und Sozialarbeitern aus Bargteheide in einem Logbuch mit immer neuen Texten und Fotos.

Aktuell vom 16.01.2019: Die Broschüre der ALL INKLUSIV CREW zum BSC

11.00 Uhr auf einem Parkplatz neben dem Hamburger Fischmarkt: mehr als 250 Teams aus ganz Europa und zahlreiche Neugierige schlendern über die Betonfläche, fachsimpeln über ihre Autos oder organisieren per Smartphone noch die letzten zu erledigenden Dinge. Wie Stefanie Dieck am roten Tour-Bus der ALL INKLUSIV CREW. Sie ist am frühen Morgen mit Ihrem Hund noch Gassi gegangen. Während der Tour bleibt er bei Freunden und die benötigen noch einige Ratschläge, glaubt sie.

Neben ihr steht Dennis Asaev: „Meine Stimmung ist perfekt, aber ich bin so aufgeregt, dass ich an die Fahrt noch gar nicht denke.“ Michael Glitza ist da schon ein wenig weiter: „Ich spüre ein angenehmes Kribbeln im Bauch und gehe davon aus, das wir alles gut schaffen können.“ Entspannt zeigt sich auch Krischan Sester-Stehn. Als ehemaliger Fernfahrer hat er es schon bis zum Polarkreis geschafft und will mit dem Baltic Sea Circle (BSC) die große Runde um die Ostsee jetzt vollenden und dabei Landschaft gucken und Leute kennenlernen.

Die größte Herausforderung, so die beiden Sozialarbeiter Jörn Brücken und Fabian Josten, wird die große Enge sein, sechs Menschen in einem Bus. Immerhin: Jedem steht für die Schlafenszeit ein eigenes Zelt zu Verfügung und in dieser Zeit hat jeder seine Ruhe und muss selbst sehen, wie er mit der Mitternachtssonne oder anderen Widrigkeiten fertig wird.


20.06.2018 –  am Sonnabend geht es durch Dänemark nach Schweden. Am Sonntag dann eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: den verschrotteten Tourbus der Popgruppe Abba finden. Die ALL INKLUSIV CREW trifft auf einen verwunschenen Kultplatz mitten im Wald, einen Autofriedhof im Kyrkö Mosse Moor.

Wenig später dann ein Schock: Am Bus ist die Kurbelwellen-Riemenscheibe abgerissen, vier Schrauben einfach weg. Per Abschleppwagen dann in eine Werkstatt, Krischan muss ran, die Werkstatt stellt ihm ihr Werkzeug zur Verfügung. Einen Tag später, am Montag um 17.30 Uhr, kann es weiter gehen. Die Crew will wieder Anschluss an das Feld des BSC gewinnen und fährt bis 2 Uhr morgens.

Am Dienstag erst einmal ausschlafen und dann durch den Tag und die helle norwegische Nacht am Arctic Circle Centre über den Polarkreis bis zur Fähre auf die Lofoten. Dort warten auch schon andere Teams. Die ALL INKLUSIV CREW hat den Anschluss an das Feld geschafft.


26.06.2018 –  auf den Lofoten feiern die BSC-Teilnehmer eine Riesen-Party, dann kurz vor dem Nordkap wieder eine Panne. Die Ölleitung, die den Turbolader versorgt, hat einen Riss. Andere Teams halten und versuchen zu helfen – vergebens. Nur Krischan gibt nicht auf und schafft es. Die ALL INKLUSIV CREW kann weiter fahren.

Dann erreicht die CREW das Nordkap und hier ist endlich einmal eine richtige Pause fällig. Alle sind ausgehungert und benötigen Ruhe und etwas Vernünftiges zu essen. Für Letzteres ist Michael der richtige Mann. Er kocht vegetarisch und etwas mit Fleisch, damit alle zufrieden sind. Weiter geht es durch Finnland über die russische Grenze nach Murmansk.

Dort wartet eine weitere Aufgabe aus dem Roadbook des BSC: Das Auffinden des ersten atomar getriebenen Eisbrechers mit dem Namen LENIN im Hafen und die Dokumentation durch ein Foto. Zur Zeit ist die Crew auf der Fahrt nach St. Petersburg, nachdem bei der Suche nach einem Ersatzteil für den Bus wieder Zeit verloren ging. Wieder heißt es, Anschluss an das Hauptfeld finden. Heute um 10.30 Uhr ein Anruf von Jörn Brücken: Die Crew hofft in wenigen Stunden in St.Petersburg anzukommen – zur nächsten BSC-Party.


28.06.2018 –  Crew und Bus erreichen St. Petersburg und legen dort erst einmal eine richtige Pause ein – in einem Hostel mit Betten, Vorhängen (endlich einmal nächtliche Dunkelheit!), einem Badezimmer und Zeit für individuelle Bedürfnisse.

Zwei Crewmitglieder bleiben im Hostel und versuchen Schlaf nachzuholen, zwei machen im wunderschönen St. Petersburg Sightseeing und die anderen beiden zieht es auf die WM-Fanmeile zum Spiel Nigeria : Argentinien. Am Mittwoch noch eine kurze gemeinsame Stippvisite ins Zentrum von St. Petersburg, dann geht es weiter nach Estland. Von 15 bis 20 Uhr folgt ein Stopp an der russisch-estländischen Grenze, die die Teilnehmer des BSC zum Anschauen des WM-Spiels Deutschland : Südkorea nutzen. Nach der WM-Pleite fährt die Crew mit getrübter Stimmung weiter. Immerhin: Um 22 Uhr Ankunft in der Hauptstadt Tallin – etwa 85 Prozent der Gesamtstrecke sind geschafft.


29.06.2018 –  am Donnerstag wieder eine Aufgabe aus dem Roadbook des BSC. In der Nähe von Tallin soll ein Badesee gefunden werden. Ein Ort mit problematischer Vergangenheit. Im II. Weltkrieg und auch noch bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion gab es dort ein Gefangenenlager, auch GULAG genannt.

Heute sind dort noch Wachtürme zu sehen und mitten im See einige Ruinen, die dem See ein Ambiente zwischen bedrückender Vergangenheit und Spaßbaden geben. Nach einem Aufenthalt am Strand fährt die ALL INKLUSIV CREW weiter nach Lettland. Am frühen Abend trifft das Fahrer-Team in Riga ein und baut seine Zelte auf einem städtischen Campingplatz auf. Heute Morgen dann ein Stadtbummel und weiter geht es über Litauen, Kaliningrad und Polen wieder nach Hause.

Am Ziel ankommen wird das Fahrer-Team vermutlich am Sonntagnachmittag, so die Information des in Bargteheide verbliebenen Medien-Teams der ALL INKLUSIV CREW. Dieses Team hat die Öffentlichkeit in den vergangenen zwei Wochen über die Abenteuer der Crew auf dem Laufenden gehalten. Dafür ein herzliches Dankeschön!


1.07.2018 –  Am Sonntag, Hamburger Fischmarkt bei strahlendem Sonnenschein: Die BSC-Fahrer der ALL INKLUSIV CREW sind nach 7500 Kilometern abenteuerlicher Rallye durch zehn Länder rund um die Ostsee wieder zu Hause – empfangen von Freunden, Familienangehörigen und der Geschäftsführung der tohus gGmbH.

Zuvor ein letzter nächtlicher Aufenthalt in der Nähe von Szczecin/Stettin an der polnisch-deutschen Grenze, dann die letzte Etappe. Endlich einmal darf die Autobahn benutzt werden. Bei einer Rast auf der A24 dann eine Kontrolle durch die Polizei, die die BSC-Helden mit Besuchern des Fusion Festivals (elektronische Musik auf dem Flugplatz Müritz) verwechselt. Ein kurzer Reisebericht löst bei den Männern und Frauen in Blau Begeisterung aus und Jörn Brücken darf die letzte Aufgabe aus dem BSC-Roadbook lösen: einen Polizisten hochheben und sich dabei fotografieren lassen.

Auf den letzten Kilometern zum Fischmarkt löst sich die Anspannung im Team, sowohl bei den Fahrern als auch bei den hier Gebliebenen, die so kontinuierlich für die spannende Berichterstattung gesorgt haben. Das Fazit: Beim BSC hat die ALL INKLUSIV CREW gezeigt, was möglich und total normal sein kann: Klienten mit psychischen Handicaps, Anwohner, Gewerbetreibende und Mitarbeiter der tohus gGmbH sammeln Spenden, verwandeln ein Schrottauto in ein funktionstüchtiges Rallyefahrzeug (zugegeben – mit kleinen Macken), fahren damit unter nicht eben leichten Bedingungen durch einen Gutteil Europa und versorgen den Rest der Welt über die Sozialen Medien fast jeden Tag mit Neuigkeiten von ihren Erlebnissen beim Baltic Sea Circle. Grandios!

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ALL INKLUSIV CREW und Interessierte wie Dr. Peter Feile, Amtsarzt Kreis Stormarn, als Privatpersonen.Stefanie Dieck und Fabian Josten beim CHECK IN zur Tour mit BSC-Mitarbeiterin in Uniform.Etwas Wehmut ist beim Abschied vor der Hamburger Hafenkulisse nicht zu verkennen.Schon mal Üben für die Öffentlichkeitsarbeit: Jörn Brücken auf dem Dach des Tour-Busses.Hinterlassenschaften eines Autoverrückten im schwedischen Moor und jetzt ein touristischer Hotspot.Eine Panne, die Zeit kostet und die Schlittenhunde bringen es nicht. Also muss ein Abschlepper her.Neben den Herausforderungen gibt es aber auch genüssliche Minuten: Baden im See.Das Nordkap rückt näher, die All INLUSIV CREW überquert den Polarkreis.Zeltlager auf den Lofoten mit Party und einem Riesenfeuer am Strand.Die ALL INKLUSIV CREW vor der Weltkugel am Nordkap auf dem 71. Grad nördlicher Breite.Auch finnische Seen sind schön. Auf ein Bad verzichten die Tourmitglieder aber.Ein atomares Denkmal: Eisbrecher LENIN im Hafen von Murmansk.Die ALL INKLUSIV CREW beim Sightseeing im sonnigen St. Petersburg.See bei Tallin mit dunkler Vergangenheit – für mutige Schwimmer eine reizvolle Herausforderung.Nach 16 Tagen Fahrt eine herzliche Begrüßung des Fahrer-Teams auf dem Hamburger Fischmarkt.
NDR Fernsehen „7 Tage… unter Verrückten“

21.10.2013 - Sieben Tage hielten sich die Autoren Christian v. Brockhausen und Timo Großpietsch für Filmaufnahmen im Psychosozialen Wohnheim ToHus in Bargfeld-Stegen auf. Daraus entstand ein 30minütiger Fernsehfilm für die Reihe „7 Tage…“. Gestern wurde er gesendet.

Bei dem Dreh im Psychosozialen Wohnheim ToHus entstanden Bilder vom Leben psychisch erkrankter Menschen, für die jeder Tag eine Riesenherausforderung ist, so die Erkenntnis von Christian v. Brockhausen. Bilder von Menschen, die von brutalen Albträumen heimgesucht werden, die sich gegen äußere Einflüsse mit Einweghandschuhen und Plastikfolien abschirmen und sich mitten im Wald ein Gartenbeet einrichten, um dort den überbordenden Einflüssen ihrer Umwelt zu entkommen.

Die Zuschauer erleben zauberhafte Musik-Sessions, Gespräche über zwanghafte Wahrnehmungen und Mitarbeiter, die versuchen, den Klienten im Schutzraum des ToHus Impulse zu geben, sich irgendwann wieder dem realen Leben außerhalb des Wohnheims stellen zu können.

NDR Fernsehen „7 Tage…unter Verrückten“

Archiv

In unserem Archiv finden Sie Beiträge, die nicht mehr aktuell sind. Aber manchmal lohnt es sich ja dennoch, in der Vergangenheit zu stöbern und nachzuschauen, was rund um die tohus gGmbH passiert ist.
201920182017

Die Geschäftsstelle der tohus gGmbH im Zentrum von Bargteheide.

Leitbild

Jeder Mensch ist Teil eines sozialen Gefüges mit Familie, Freunden und Nachbarn. In diesen Lebensraum möchte er seine Begabungen und Fähigkeiten einbringen. Dazu  bedarf  es sowohl seines persönlichen Engagements  als auch der Entwicklung des Gemeinwesens. Deshalb engagieren wir uns mit unseren Dienstleistungen individuell und öffentlich. Wir initiieren oder unterstützen sozialräumliche  Prozesse  zur dauerhaften Überwindung von Barrieren, die Teilhabe behindern. Wir sind davon überzeugt, dass gelebte Vielfalt jede Nachbarschaft menschlicher macht.

Die Klienten sind die Experten ihres Lebens und unsere Auftraggeber. Unser Handeln orientiert sich an ihrer Individualität und Autonomie. Neugierig geworden? 

Unser Leitbild

Geschäftsführung

Jeder Mensch soll leben, wo und wie und mit wem auch immer er/sie will – so lautet kurz gefasst die Kernbotschaft der Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung. Diese Aufgabe ist für unsere Arbeit Auftrag und Verpflichtung: Menschen mit Handicaps zu assistieren, damit sie ein Zuhause finden, ein möglichst normales Leben in unserer Nachbarschaft leben können und inklusiv dazu gehören.

Im Rahmen unserer Angebote unterstützen wir Menschen mit psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen und Lernbehinderungen aus Schleswig-Holstein, Hamburg und anderswo im gesamten Kreis Stormarn. Wir sind eine gemeinnützige Gesellschaft im Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und schaffen Raum für Teilhabe- und Teilgabemöglichkeiten. Um für unsere Klienten bestmöglich handeln zu können, kooperieren wir mit Institutionen weit über den Kreis Stormarn hinaus.

Eckart Drews ist Geschäftsführer der tohus gGmbH und Ihr Ansprechpartner.

Geschäftsführer
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide
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Pastor Eckart Drews
Telefon 0 45 32.288 29 40
Fax 0 45 32.288 29 49
e.drews@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Geschäftsführer der tohus gGmbH Tobias Gaiser

Geschäftsführer
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide

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Tobias Gaiser
Telefon 0 45 32.288 29 40
Fax 0 45 32.288 29 49
tobias.gaiser@tohus.alsterdorf.de

Sabine König ist Prokuristin der tohus gGmbH.

Prokuristin
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Sabine König
Telefon 0 45 32.288 29 43
Fax 0 45 32.288 29 49
s.koenig@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Unsere Qualität

Qualität hat viele Aspekte. Der wichtigste für die tohus gGmbH ist die individuelle und inklusive  Entwicklung unserer Klienten. Um diese Ausrichtung kontinuierlich weiterzuentwickeln, bildete tohus 2005 eine Steuerungsgruppe mit Mitarbeitern aus allen Hierarchieebenen. Ein Ergebnis war die Fertigstellung eines Leitbildes, das mit allen Mitarbeitenden einmal jährlich diskutiert wird, ein weiteres die Zertifizierung durch die EFQM (European Foundation of Quality Management). In der Folge haben wir vor allem die Einarbeitungsstandards für Mitarbeitende stark verbessert und ein Regelwerk entwickelt und umgesetzt, durch das sie die Berufstätigkeit mit ihren familiären und sozialen Bezügen vereinbaren können. Hierfür geben uns die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen eine hohe Zustimmungsquote. Zusätzlich sind wir Mitglied im Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie.

Um die Chancen für positive Veränderungen im Unternehmen noch zielgerichteter zu nutzen, richteten wir 2013 ein Qualitätsmanagement ein. 2016 folgte die Teilnahme an der Benchmark-Studie durch das unabhängige Befragungsinstitut Great Place to Work® Deutschland. Ein wichtiger Schritt, um unsere Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber zu verbessern. Denn wir sind der Meinung: die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden bringt mehr Motivation, Energie und Gelassenheit und bildet die Basis für eine erfolgreiche Beziehungsarbeit mit Klienten.

Zwei Jahre später, bei der Teilnahme an Great Place to Work 2019, wurde die tohus gGmbH gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet: mit dem 2. Platz in der Kategorie „Soziales“ für Unternehmen über 50 Mitarbeitende sowie mit dem Sonderpreis für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Als herausragende Gründe wurden genannt: eine Selbstverpflichtung zur Vereinbarung von Beruf und sozialen Bezügen, die flexible Arbeitszeitgestaltung für die Mitarbeitenden, der Wegfall der anlasslosen Befristung von Arbeitsverträgen, Gesundheitsförderung, Weiterbildung, die hohe Anerkennung der Arbeitsleistung sowie die Möglichkeit eigene Ideen ins Unternehmen hineinzutragen.

Zwei Auszeichnungen bei Great Place to Work 2019

Erfolgsfaktor Familie
Logo EFQM
Logo Great Place to Work 2019
Heike Struß ist verantwortlich für die Qualitätsentwicklung der tohus gGmbH und Ihre Ansprechpartnerin.

Qualitätsmanagement
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide
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Fahrplanauskunft HVV

Heike Struß
Telefon 0 45 32.288 29 42
Fax 0 45 32.288 29 49
tohus@remove-this.tohus.alsterdorf.de

ANREGUNGEN UND KRITIK

Niemand ist perfekt, auch die Mitarbeitenden der tohus gGmbH nicht. Manchmal gibt es Missverständnisse, manchmal passieren auch Fehler. Wer kennt so etwas nicht von sich selbst. Für solche Fälle geben wir unseren Klienten, ihren Zugehörigen, Nachbarn, Kostenträgern, Betreuern, Ärzten, Zuweisern und Kooperationspartnern die Möglichkeit, dies anzusprechen. Und wenn Sie denken, dass wir etwas besonders gut machen, nehmen wir natürlich auch diese Rückmeldung gern entgegen.

Kritik und Anregungen nimmt jeder Mitarbeitende entgegen und leitet sie an die Beschwerdebeauftragte der tohus gGmbH weiter. Ein Kunde kann sich natürlich auch selbst an die Beschwerdebeauftragte wenden. Dann wird mit allen Beteiligten gesprochen und die bestmögliche Lösung gesucht. Falls das länger dauern sollte, informieren wir den betreffenden Kunden über den Zwischenstand. Jede Kritik, jede Anregung und jedes Lob wird erfasst und regelmäßig ausgewertet. Denn wir sind davon überzeugt: nur so können wir unsere Arbeit kontinuierlich verbessern.

Heike Struß ist verantwortlich für die Qualitätsentwicklung der tohus gGmbH und Ihre Ansprechpartnerin.

ANREGUNGEN UND KRITIK
Mittelweg 5, 22941 Bargteheide
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Fahrplanauskunft HVV

Heike Struß
Telefon 0 45 32.288 29 42
Fax 0 45 32.288 29 49
tohus@remove-this.tohus.alsterdorf.de

Spenden

Wir möchten erreichen, dass Klient*innen bei uns aktiv werden und Freude am Leben entwickeln. Deshalb gehen wir mit ihnen ins Museum oder ins Kino. Wir veranstalten Freizeitreisen mit dem Kanu oder auch den tohus Cup, ein Fußball-Turnier mit Teilnehmern aus Norddeutschland und dem Ausland. Für viele Klient*innen ist das der Höhepunkt des Jahres. Nach dem Lockdown in der Coronazeit haben wir zwei Outdoorküchen gebaut und Sportgeräte zur Verbesserung der physischen und mentalen Widerstandskraft angeschafft. Die durch solche Aktivitäten entstehenden Kosten können finanziell oft nicht abgedeckt werden. Deshalb sind wir für Spenden dankbar. Darüber hinaus gilt: Spenden macht nicht nur Klient*innen glücklich, – sondern auch die Spender*innen!

Unser Spendenkonto:
Ev. Stiftung Alsterdorf
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE32 2512 0510 0004 4444 02
BIC: BFSWDE33HAN
Stichwort: Spende tohus

Die Spende ist steuerlich voll abzugsfähig. Bei einer Spende bis zu 200 Euro erkennt das Finanzamt den Buchungsbeleg automatisch als Spendenbescheinigung an. Bei einer Spende von mehr als 200 Euro tragen Sie Ihre Anschrift einfach unter dem Verwendungszweck des Überweisungsträgers ein! Dann stellt Ihnen die Spendenbuchhaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf eine Spendenbescheinigung aus. Falls der Platz auf dem Überweisungsträger aus irgendwelchen Gründen nicht ausreichen sollte, können Sie auch gern anrufen und um eine Spendenbescheinigung bitten, Telefon: 0 40.50 77 32 12 (vormittags).